Einrichtung von Wohnheimen und WfbM: Sitz- und Lagerungshilfen für Erwachsene mit Behinderung
Aug 10, 2026

Wohnheime für Menschen mit Behinderung und Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) sind ein eigenständiges Handlungsfeld – mit anderen Anforderungen als eine Kita oder eine Einrichtung der Altenpflege. Bewohnerinnen und Bewohner sowie Beschäftigte sind erwachsen, bringen unterschiedlichste körperliche Voraussetzungen mit und nutzen ihre Sitz- und Lagerungshilfen oft über viele Stunden am Tag – im Wohnbereich ebenso wie am Arbeitsplatz. Dieser Beitrag zeigt, worauf Träger, Einrichtungsleitungen und Beschaffungsverantwortliche achten sollten, wenn sie Sitz- und Lagerungshilfen für erwachsene Menschen mit Behinderung auswählen – als Ergänzung zu Pflege, Assistenz und Therapie, nicht als deren Ersatz.
Anders als in einer Kita, wo Möbel meist auf kleine Körpergrößen und wechselnde Kindergruppen ausgelegt sind, oder in der Altenpflege, wo häufig altersbedingte Mobilitätseinschränkungen im Vordergrund stehen, geht es in Wohnheimen und WfbM um eine sehr heterogene erwachsene Zielgruppe mit oft lebenslangem Unterstützungsbedarf. Diese Unterscheidung ist bei der Produktauswahl entscheidend. In Wohnheimen und WfbM stehen erwachsene Menschen mit ganz unterschiedlichen Behinderungsformen im Mittelpunkt – von körperlichen über kognitive bis hin zu mehrfachen Beeinträchtigungen. Viele Bewohnerinnen und Bewohner leben über Jahrzehnte in der Einrichtung, viele Beschäftigte verbringen dort einen Großteil ihres Arbeitstags. Das bedeutet: Sitz- und Lagerungslösungen müssen nicht nur funktional, sondern auch alltagstauglich, langlebig und würdevoll gestaltet sein. Produkte, die ausschließlich für Kinder konzipiert sind, stoßen hier schnell an ihre Grenzen – sowohl von der Größe als auch von der Belastbarkeit her.
Sitz- und Lagerungshilfen „für Kinder & Erwachsene“ – warum das zählt
Ein zentrales Auswahlkriterium für Wohnheime und WfbM ist daher, ob ein Produkt explizit für Kinder und Erwachsene ausgelegt ist. Der RehaBean – ergonomischer Sitzsack für Kinder & Erwachsene passt sich der Körperform an und bietet dadurch auch größeren, erwachsenen Nutzerinnen und Nutzern eine stützende, entspannte Sitzposition. Der Reha-Sitzsack SoftCare ergänzt das Angebot als hygienische, PVC-beschichtete Variante, die sich für den täglichen Wechsel zwischen mehreren Nutzerinnen und Nutzern eignet. Beide Sitzsäcke können eine entspannende, druckentlastende Sitzalternative zu klassischen Stühlen bieten und werden in Werkstätten und Wohngruppen häufig als Rückzugs- oder Ruheplatz eingesetzt.
Worauf bei der Auswahl zu achten ist
- Ausreichend dimensioniert für erwachsene Körpergrößen und -gewichte
- Abwaschbare, desinfektionsmittelbeständige Bezüge für den täglichen Mehrfachgebrauch
- Stabile Verarbeitung für den langjährigen Dauereinsatz
- Optisch ansprechend gestaltet, um Wohn- und Werkstattbereiche wohnlich statt klinisch wirken zu lassen
Sicheres Sitzen im Arbeits- und Wohnalltag
Neben entspannenden Sitzalternativen benötigen viele Einrichtungen auch Sitzmöbel, die aktive Positionswechsel und sicheres Sitzen unterstützen – etwa für Bewohnerinnen und Bewohner mit eingeschränkter Mobilität. Der ORTH-O-MOVE Sessel wurde für den professionellen Einsatz in Klinik und Pflege entwickelt und kann auch in Wohnheimen und Tagesförderstätten eine sichere Sitzoption für den Alltag darstellen – etwa am Arbeitsplatz in der Werkstatt, wo lange Sitzphasen und häufige Positionswechsel zum Alltag gehören. Wie bei allen Hilfsmitteln gilt: Die individuelle Eignung sollte gemeinsam mit Pflege- und Assistenzkräften sowie gegebenenfalls Therapeutinnen und Therapeuten abgestimmt werden.
Hygiene, Pflegeleichtigkeit und Langlebigkeit im Dauereinsatz
Sitz- und Lagerungshilfen in Wohnheimen und WfbM werden oft von mehreren Personen im Wechsel genutzt und müssen entsprechend häufig gereinigt werden. Abwaschbare PVC- oder Kunstlederbezüge lassen sich schnell desinfizieren und reduzieren so den Pflegeaufwand für das Personal. Gleichzeitig sollten die Materialien so robust sein, dass sie auch bei täglicher Nutzung über Jahre hinweg ihre Form und Funktion behalten – ein wichtiger Kostenfaktor für Träger mit begrenztem Budget, die häufig mehrere Wohngruppen oder Werkstattbereiche gleichzeitig ausstatten müssen.
Beschaffung und Budgetplanung für Träger
Bei der Beschaffung für mehrere Wohngruppen oder Werkstattbereiche lohnt sich ein strukturiertes Vorgehen: Zunächst den individuellen Bedarf je Bewohner bzw. Beschäftigten erfassen, anschließend geeignete Produktkategorien festlegen und erst danach konkrete Modelle auswählen. In der Praxis hat es sich bewährt, neue Sitz- und Lagerungshilfen zunächst testweise in einer Wohngruppe oder einem Werkstattbereich einzuführen, Rückmeldungen von Bewohnerinnen, Bewohnern und Betreuungspersonal einzuholen und die Anschaffung erst danach auf weitere Bereiche auszuweiten. So lässt sich vermeiden, dass größere Budgets in Produkte investiert werden, die sich im Alltag nicht bewähren. Viele Kostenträger fördern Hilfsmittel für Wohn- und Werkstattausstattung im Rahmen der Eingliederungshilfe – eine frühzeitige Abstimmung mit den zuständigen Stellen erleichtert die Planung und Finanzierung erheblich.
Fazit
Wohnheime und WfbM benötigen eine eigene, auf erwachsene Nutzerinnen und Nutzer zugeschnittene Ausstattung – deutlich unterschiedlich zu Kita- oder Altenpflege-Lösungen. Sitzsäcke wie RehaBean und SoftCare sowie Sitzmöbel wie der ORTH-O-MOVE Sessel können dabei unterstützen, den Wohn- und Arbeitsalltag sicherer und komfortabler zu gestalten – stets als Ergänzung zu individueller Pflege, Assistenz und Therapie.
Häufig gestellte Fragen
Sind RehaBean und SoftCare wirklich für erwachsene Nutzer geeignet?
Ja, beide Sitzsäcke sind explizit für Kinder und Erwachsene ausgelegt und bieten entsprechend dimensionierten Halt und Komfort für unterschiedliche Körpergrößen.
Wie viele Sitzsäcke oder Sessel sollte eine Einrichtung einplanen?
Das hängt von der Anzahl der Bewohnerinnen, Bewohner bzw. Beschäftigten und den jeweiligen Rückzugs- und Ruhebereichen ab. Eine Bedarfserhebung je Wohngruppe oder Werkstattbereich hilft bei der Planung.
Können diese Produkte pflegerische oder therapeutische Betreuung ersetzen?
Nein. Sie können den Alltag unterstützen, ersetzen aber keine individuelle Pflege, Assistenz oder Therapie durch Fachpersonal.
Werden die Produkte auch von Kostenträgern im Rahmen der Eingliederungshilfe gefördert?
Das ist im Einzelfall zu klären. Eine frühzeitige Abstimmung mit dem zuständigen Kostenträger wird empfohlen.
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